Es sollte ungefährlich sein, Kippa zu tragen


Jüdische Organisationen rufen dazu auf, aus Solidarität mit den bedrohten, angegriffen Juden heute Kippa zu tragen. Doch ihr Zentralrat warnt, stattdessen lieber eine Basecap anzuziehten – ein erschreckendes Zeichen, wie aggressiv der Hass auf Menschen jüdischen Glaubens und jüd. Herkunft wieder ist – nicht nur, aber gerade bei zugewanderten Muslimen und Arabern.Antisemitismus: Das ist ein höchst bedrohliches Wort, und doch fast eine Verharmlosung. Hass auf und Feindschaft gegen Anhänger der jüdischen Religion oder Angehörige des jüdischen Volkes (Nazis und ihre auch linken und muslimischen Hass-Gegner sprachen/sprechen von „Rasse“) ist mehr als 70 Jahre nach dem Holocaust wieder schrecklich verbreitet. Auch im Land der Täter.

Bei alten und neuen Nazi und Rassisten schon immer. Aber immer häufiger auch wieder unter sog. Linken, Intellektuellen und Gutbürgern.

Besonders aggressiv aber, seit Millionen als Flüchtlinge nach Europa kamen, unter Menschen aus arabischen und anderen muslimischen Ländern. Sie haben ihren Judenhass z.T. mitgebracht und leben und toben ihn immer brutaler und offener aus. Mitten unter uns.

Niemals wieder!

Das dürfen wir nicht dulden! Niemals! Um keinen Preis. Wer in diesem Land leben will, für immer oder auch für begrenzte Zeit, darf keine Menschen anderen Glaubens oder überhaupt eines Glaubens diskriminieren, bepöbeln, anspucken oder gar körperlich attackieren. Schon gar keine Juden (oder solche, die er/sie dafür hält) wie zuletzt in Berlin-Prenzlauerberg geschehen, dem Wohn- und Ausgehviertel der spießbürgerlich-alternativen Szene in der Hauptstadt.

Nur weil einer der beiden Kippa tragenden jungen Opfer den Angriff eines syrischen Judenhassers mit einem Gürtel filmte und auf Facebook postete, ist die Empörung jetzt vermeintlich groß. Über andere, alltägliche Attacken auf Juden in Deutschland im Jahr 2018 geht man schon fast achselzuckend hinweg.

Zum Beispiel, als vor kurzem bekannt wurde, dass ein jüdisches Mädchen in einer Berliner Grundschule über lange Zeit von einem muslimischen Mitschüler beschimpft und mit „Vergasung“ bedroht wurde, weil sie „nicht an Allah“ glaube. Was tat die Schulleitung? Statt den Eltern des jungen Täters und anderer muslimischer und arabischer Mitschüler klar zu machen, dass sie so etwas auf keinen Fall dulde, und/oder den Jungen sofort der Schule zu verweisen, wurden beide Kinder vorgeladen – vermutlich, um sich zu „vertragen“. Als sei das ein ganz gewöhnlicher Streit unter jungen Schülern gewesen und nicht Ausdruck einer schrecklichen Einstellung, die er Junge höchstwahrscheinlich daheim und/oder in der Moschee/Koranschule gelernt hat, von einem Imam aus einem der arabischen Läner, das stolz darauf sind, „judenfrei“ zu sein.

Getarnt als „Israel-Kritik“

Antisemitismus ist aber auch verbreitet unter jungen und älteren Menschen, die sich für Geflüchtete stark einsetzen und jedesmal die große Empörungskeule schwingen, wenn eine Muslima mit Kopftuch oder ein islamische Einrichtung angegriffen wird – was selbstverständlich ebenso wenig hingenommen werden darf. Sie tarnen ihren Judenhass gerne als „Anti-Zionismus“ oder als „Israel-Kritik“ oder Kritik an der „jüdischen“/israelischen Besatzungspolitik in den Palästinensergebieten – als wenn das irgendeinen Unterschied machen würde.

Wo bleibt jetzt ihr #Aufschrei, ihr Aufruf zur Solidarität mit Menschen, die wir in allererster Linie schützen müssen, weil viele unserer Väter und Großväter vor nur zwei Generationen versucht haben, ihr ganzes Volk und ihre jüdische Kultur zu vernichten? Wieso rufen Merkel, die Bundesregierung und alle demokratischen Parteien nicht gemeinsam zu einem Akt der Solidarität mit den bedrohten Juden Europas und Deutschlands auf?

So wie in Frankreich vor kurzem, als dort eine betragte Überlebende des Holocaust von einem islamstischen Verbrecher ermordet, geschändet und verbrannt wurde – 73 Jahre nach dem „Verbrennen“ (griechisch: Holocaust) von 6 Millionen Juden in Auschwitz und anderen Vernichtungslagern, wohin sie auch Franzosen getrieben hatten.

Zugewanderte Judenhasser rauswerfen!

„Kann muslimischer Antisemitismus gerechtfertigter sein als der christlich sozialisierten Europäern?“, fragte kürzlich ZEIT ONLINE. Alleine diese – rhetorisch gemeinte – Frage (für die sich ein Redakteur immerhin später entschuldigte) ist so hirnverbrannt, dass mir dazu nichts mehr einfällt. Denn sie demonstriert eine durchaus verbreitete Geisteshaltung, die fast alles relativiert, selbst den deutschen Völkermord an den Juden, und bewusst oder unbewusst eine größere Sympathie für Muslime und selbst schlimme Islamisten und Judenhasser unter ihnen erkennen lässt als gegenüber den Menschen, die zu unserem jüdisch-christlichen Kulturkreis gehören.

Antisemitismus, den Hass auf Juden, und Hass gegen den Staat Israel, ihre Heimstatt, darf in Deutschland niemals Platz haben. Noch weniger als Antiislamismus oder Hass auf Christen, den es unter zugewanderten Muslimen und Arabern genauso gibt – wenn man schon eine Rangfolge aufstellen will. Genau genommen sollten überhaupt keine Vorurteile, keine Diskriminierung, schon gar kein Hass von Menschen irgendeiner Religion, eines Volkes, einer politischen Anschauung, eines bestimmten Geschlechts oder sexueller Orientierung geduldet werden. Egal von wem.

Denn die Grundrechte und Grundpflichten unserer Verfassung gelten für jeden. Wer sie verwirkt, hat hier nichts zu suchen. Selbst wenn er/sie sich Flüchtling nennt.

 

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