Diese Apple schmeckt nicht


Eine der US-Internet-Monopolisten, vulgo: Datenkraken, breitet mal wieder seine gierigen Tentakel-Arme aus, um sich Geist und Innovation aus dem Netz einzuverleiben: Apple will 2019 eine eigene Abo-Flatrate für Zeitschriften starten, um so Konkurrente wie Blendle in gehabter Manchesterkapitalisten-Manier den Garaus zu machen. 

Das neue „Angebot“, dass für alle, die Unabhängigkeit und Wettbewerb auch im Netz lieben, eher eine Drohung darstellt, soll schein-lustig i.tungs-Abo heißen. Dafür will der hoch-gehhypte Aber-Milliardenkonzern, dessen Produkte + Geräte auch ich schätze und nutze, die kürzlich übernommene Magazin-App Texture in Apple News integrieren. Die Verleger sollen großzügigerweise einen prozentualen Anteil der Einnahmen erhalten.

Verschwinden im Apple-Schlund

Ohweh! Die werden sich vermutlich, wie schon bei den vergifteten „Angeboten“ von Grusel-Google und Zucker-Zocker-book, heftig ranschmeißen, weil die allermeisten von ihnen bis heute keine Idee haben, wie sie guten Journalismus im Netz monetarisieren und damit finanzieren können/wollen.

Also werden bald auch dt. Zeitschriften wie der Schwindsucht-Spiegel oder der schon lange verglühte Stern im Silikon-Tal verschwinden. Und Apple spuckt dann ab und an im Netz – gegen kräftige Abogebühren der Nutzer – ein paar verdaute Journalismus-Häppchen aus.

Nein: In diesen schrumpeligen großen Apfel möchte ich nicht beißen. Schon im Alten (offline-)Testament steht, was mit denen passiert, die der bösen Schlange folgen und der Obst-Verlockung erliegen: Vertreibung aus dem Print- wie Online-Paradies!

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