Bomben gegen Assad und seine C-Bomben


Wenn es stimmt, dass das syrische Regime erneut chemische Waffen gegen die eigene Bevölkerung eingesetzt hat – und danach sieht es sehr aus -, muss der Westen endlich handeln. Obama hatte schon wiederholt „rote Linien“ gegen den Damaszener Machthaber Assad gezogen, ohne Konsequenzen zu ziehen, als der sie wiederholt überschritt und eigene Bürger vergiftete. Die Regierung von Frankreichs Präsident Macron warnte in den letzten Tagen und Wochen Assad ebenfalls, diese „rote Linie“ nicht zu überschreiten. Nun haben er und seine russischen und iranischen Hilfskräfte es offensichtlich dennoch wieder getan.

Also müssen die EU und die übrigen westlichen Staaten jetzt endlich gleichfalls ein militärisches Zeichen setzen, so wie es Israel offenbar  in der Nacht getan hat. Auch gegen Russland und seinen Präsidenten Putin, den engsten Verbündeten von Assad neben der Führung in Teheran.

Schlimmer als der Anschlag auf Skripal

Im Fall des vergifteten Doppelagenten Skripal haben die westlichen Länder Sanktionen gegen Moskau ergriffen, obwohl keineswegs bewiesen ist, dass Russland für den Anschlag mit einem chemischen Kampfstoff auf ihn und seine Tochter verantwortlich ist. Umso mehr müssten sie nun handeln, wo ein völkerrechtlich verbotener tödlicher Angriff auf Dutzende Zivilisten eindeutig zu belegen ist und wo die Verantwortlichen so gut wie feststehen.

Sicher: Ein militärisches Eingreifen in den Syrien-Krieg, an dem schon viel zu viele Mächte beteiligt ist, ist riskant. Aber Nichthandeln wäre in diesem Fall noch wesentlich riskanter.

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