Pädophile Piraten


Wes Geistes Kind manche Piraten sind, demonstrierte jetzt wieder einmal der Gründer der Ur-Partei in Schweden, Rick Falkvinge. In einem Blogeintrag nannte er mehrere Gründe, weshalb der Besitz von Kinderpornographie „re-legalisiert (!) werden muss (!!)“. Kinderpornografie sei zwar schrecklich, aber für eine Gesellschaft nicht so schlimm wie Zensur.

Was für eine Grauen erregend menschenverachtende Argumentation eines der Gründer der Piraten-Bewegung! Ein Verbot der Darstellung von solchem schweren Missbrauch an den Wehrlosesten einer Gesellschaft und des Konsums solcher Bilder und Filme als „Zensur“ einzustufen, bedeutet für sich schon eine Verhöhnung der vielen Opfer dieses brutalen Gewerbes, an denen Verbrecher im Internet viele Millionen verdienen. Denn ohne Männer, die sich an ihrem Computer wie in einschlägigen Magazinen an diesen Gewaltdarstellungen aufgeilen und dafür zahlen, würde es die nicht geben.

Dann aber wie der frühere Oberpirat Falkvinge zum Schluss zu kommen, die „Zensur“, sprich: das gesetzliche Verbot von Kinderpornos und dessen Durchsetzung auch in der digitalen Welt sei schlimmer als das zugrundeliegende, alltägliche massenhafte Verbrechen an Kindern, zeugt von einer Pervertierung des Denkens. Vor der leider andere Piraten nicht gefeit sind, auch in Deutschland Das zeigte vor Jahren schon die unsägliche Kampagne der deutschen Sektion und anderer „Internet-Aktivisten“ gegen die als „Zensur-Ursula“ geschmähte damalige CDU-Familienministerin, nur weil die gewagt hatte, eine Sperre von Kindersex-Seiten im Netz zu fordern.

Dass der Vorsitzende der deutschen Piratenpartei, Bernd Schlömer, nun auf Distanz zu seinem schwedischen Ex-Kollegen geht, macht es kaum besser. Wenn er es ernst meint, müsste er sich im Namen seiner Partei für die damalige, Kinder-Opfer verhöhnende Kampagne entschuldigen.

Das wird nicht passieren. Denn nicht wenige in der fast rein männlichen Internet-Szene ticken wohl ähnlich. Und manche von ihnen werden selber entsprechende Seiten regelmäßig aufrufen. Aber sicher nur, um gegen „Zensur im Internet“ zu protestieren…

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Ein Gedanke zu „Pädophile Piraten

  1. Wie kommen Sie denn auf die Idee, dass Zensursula wirklich vor Kinderpornographie schützen sollte? Die Behauptung scheint mir recht absurd.

    Wenn man Internetsperren gegen Kinderpornographie einrichtet, benutzen entsprechende kriminelle Konsumenten Tarnmaßnahmen wie z.B. Proxis, gesicherte VPN-Zugänge und TOR, um die Internetsperren zu umgehen. Damit sind sie weitgehend vor Strafmaßnahmen geschützt.

    Benutzt man keine Internetsperren, muss der Konsumt keine solchen Umgehungsmaßnahmen benutzen; seine IP ist offen sichtbar und die Strafverfolgung ist weitaus einfacher oder überhaupt möglich.

    Das war ja gerade Kritik an Zensursula: Sie stellt ein „VERBOTEN“ Schild ins Internet, und hinter dem Schild kann man ungeahndet Verbrechen begehen.

    Vor diesem Hintergrund ist nur anzunehmen, dass Frau von der Leyen im Zuge des CDU-Leitsatzes „Innere Sicherheit ist wichtiger als Freiheit“ eine Internet-Zensur-Infrastruktur errichten wollte. Wozu das führt kann man z.B. in Finnland sehen, wo auf der Kipo-Sperrliste auf einmal fragwürdige Gewerbe wie Glücksspielseiten dann aber auch schnell politische Blogs landeten. Politische Blogs? Freie Meinungsäußerung? Demokratie? Wie bitte?

    Genau das war auch in Deutschland geplant. Sonst nichts. Denn Internetsperren, die man per Definition umgehen kann, bringen nichts. Dann lieber die Seiten offline nehmen. Geht bei Banking-Phishing Seiten auch sehr schnell. Warum geht das bei Kipo-Seiten nicht?

    Achso, damit verlieren Banken kein Geld. Na dann…

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