Frühstücken mit Steinmeier


In einer klugen Analyse beschreibt FAZ-Autor Majid Sattar, wie Sigmar Gabriel in der leidigen K-Frage von Angela Merkel lernen könnte, wenn er nicht seine eigene Demontage provozieren will. Sein Fazit: Gabriel sollte die Kanzlerkandidatur Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier antragen, wie Merkel 2002 Edmund Stoiber. Wie die heutige Kanzlerin könnte Gabriel sich so den Posten des Fraktionschefs nach der Bundestagswahl 2013 sichern – und damit die Chance auf eine Kanzlerschaft 2017, wenn die Aussichten für die SPD wesentlich bessser stehen werden.

Bis dahin könnte Steinmeier dann wieder Außenminister und Vizekanzler in einer Großen Koalition unter Merkel werden. Gabriel bliebe der stärkste Mann in der SPD, mit Aussichten auf mehr. Aber ob er so viel Machtinstinkt, Geduld und Klugheit aufbringt wie seinerzeit die CDU-Vorsitzende? Eine vordergründige Niederlage in einen späteren Sieg und den politischen Aufstieg nach ganz oben umzuwandeln: Dazu gehört schon was!

Merkel hatte es schon ihr Vorbild Helmut Kohl vorgemacht. Auch der überließ 1980 die Kanzlerkandidatur (und die absehbare Wahlniederlage) Franz Josef Strauß. Zwei Jahre später löste Kohl Helmut Schmidt ab und blieb 16 Jahre Kanzler.

So lange werden wir es aber wohl mit Merkel und Gabriel nicht aushalten müssen. Zumal für 2017 ja auch noch Hannelore Kraft im Rennen sein wird…

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