Nicht ohne Assad


Einen sehr differenzierten Blick auf „das syrische Drama“ wirft die FAZ. Fazit des Leitartikels: „Eine Beruhigung … kann nur dann gelingen, wenn sich die Opposition innerhalb Syriens politisch organisiert, um ein Gesprächspartner zu sein, und wenn das Regime mit dem Vollzug glaubhafter Reformen die Bevölkerung für sich gewinnt. Die Staatengemeinschaft muss deshalb an einer Lösung arbeiten, welche die Bedürfnisse aller drei Parteien berücksichtigt – des Regimes, der bewaffneten Opposition und der schweigenden Mehrheit. Alles andere läuft auf eine Verlängerung des Bürgerkriegs hinaus.“

Alle, die angesichts tatsächlicher oder angeblicher Gräueltaten des Assad-Regimes vorschnell nach einer Militärintervention rufen, sollten sich in ähnlicher Weise die Lage in dem zerrissenen Land anschauen. Die „Rebellen“ kämpfen kaum weniger grausam, nur dass wir über ihre Massaker etwa an den Alewiten bei uns in Deutschland wenig erfahren, anders als in anderen Ländern. Viele deutsche Medien und Politiker möchten die Welt auch im Fall Syrien, wie schon in Lybien, schwarz-weiß sehen und malen. Doch die Realität ist in aller Regel viel komplizierter. Erst recht in einem Krieg, bei dem bekanntlich die Wahrheit als erste stirbt.

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